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Rendezvous zu Marcel Duchamp und der Ästhetik des Möglichen


wer erinnert sich nicht noch gern an das erste Duchamp-Symposium, welches das Staatliche Museum mit Unterstützung der Freunde zur Verabschiedung von Professor Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe im Januar 2009 ausgerichtet hat. Herr Professor Dr. Herbert Molderings hielt seinerzeit den Festvortrag und ist daher vielen von uns in bester Erinnerung.

Am 21. Juni um 18 Uhr hält Prof. Dr. Molderings im Staatlichen Museum Schwerin im Rahmen eines Rendezvous-Abends einen Vortrag zu der Ästhetik, die Marcel Duchamps neuen künstlerischen Praktiken zugrunde liegt. Im Mittelpunkt steht die Kategorie des Möglichen. Dies bezieht sich auf die Öffnung der Bezirke, in denen sich künstlerisches Denken und Handeln bewegen kann.

Molderings ist emeritierter Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und Fellow des Gutenberg Forschungskollegs der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine neueste Publikation mit dem Titel "Über Marcel Duchamp und die Ästhetik des Möglichen" erscheint im Herbst im Verlag der Buchhandlung König in Köln.


Bericht von der Preisverleihung des Ideenwettbewerbs


Am 1. Juni prämierte die Jury unter der Schirmherrschaft des Schweriner Oberbürgermeisters Dr. Rico Badenschier die Gewinnerinnen des Ideenwettbewerbs "Museum neu denken".

Den ersten Preis – die goldene Clara und 888€ – überreichte Jurymitglied Nathalie Stelmach vom Kunstmuseum Wolfsburg an Nadine Kahl und Anne Heidecke. Beide sind 21 Jahre alt und machen eine Ausbildung im Bereich Gamedesign an der Designschule Schwerin. Sie entwickelten die Idee, mit einer App Besucherinnen und Besuchern auf neuartige Weise durch das Staatliche Museum Schwerin zu begleiten und das Kunsterlebnis zu vertiefen.

Sarah Heimburger, 26 Jahre und Antonia Lustig, 27 Jahre, Studentinnen an der Hochschule Wismar, belegten mit ihrem großflächig angelegten Marketingkonzept den zweiten Platz. Ihr Vorschlag: Die Ausstellungsobjekte finden in abstrakter Form neue Orte und Nashorn Clara wird im städtischen Raum erlebbar. Jurymitglied Dr. Christina May vergab die silberne Clara und 555€.

Einen Ort zum Verweilen schaffen – diese Idee prämierte Dr. Rico Badenschier und überreichte Antonia Schughart, 20 Jahre, FSJlerin an der Musik- und Kunstschule ATARAXIA, für ihren Projektbeitrag „Café Kunstpause 2.0“ die bronzene Clara und 333€. Sie schlägt eine gezielte Umgestaltung des Museumscafés vor, damit Kunst, Kultur, Freizeit und Neugier auf ungewohnte Weise ineinander fließen können.

Für „Pin a Post“ vergab Jurymitglied Holger Herrmann einen Sonderpreis an Julica Schütz, 20 Jahre, FSJlerin im Landtag.

Dr. Pirko Zinnow, Direktorin der neuen Oberen Landesbehörde Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV, eröffnete den Abend mit einem Dank an die Initiatoren, die voller Zuversicht der Jugend – und damit uns allen – diese große Chance bieten.

Und die Preisverleihung selbst: ein großes Fest! 250 Luftballons in strahlendem Türkis, der Farbe der Jungen Freunde, schmückten die Museumstreppe, die Band Easy Jazz Crew spielte souligen Jazz, etwa 120 Kunstfreundinnen und -freunde feierten mit den Preisträgerinnen, Brinkama stiftete die kulinarische Versorgung.
Die Party rund um die Preisverleihung organisierten die Jungen Freunde des Staatlichen Museums. Sie stellen sich als Junioren des Vereins die Frage: Was kann junge Menschen bewegen, ins Museum zu gehen?

Foto: Dominik Peters