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Neuigkeiten aus dem Duchamp-Forschungszentrum

Anläßlich der sehr gut besuchten Pressekonferenz am 24. Januar 2013 war es so weit:

Die Freunde des Staatlichen Museums Schwerin e.V. verliehen zum zweiten Mal das Duchamp-Forschungsstipendium, das sowohl der Nachwuchsförderung als auch der Profilierung und Intensivierung der Forschung zu Marcel Duchamp am Duchamp-Forschungszentrum des Staatlichen Museums Schwerin dient. Unter den Bewerbungen, die bis Ende November 2012 eingereicht wurden, waren spannende und sehr anspruchsvolle Forschungsprojekte von KunsthistorikerInnen und KünstlerInnen aus Deutschland wie auch aus dem europäischen Ausland.
Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Lars Blunck (TU Berlin), Dr. Gerhard Graulich (stellvertretender Direktor Staatliches Museum Schwerin), Dr. Katharina Uhl (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Duchamp Forschungszentrum), unserem Mitglied, der Unternehmerin Brigitte Feldtmann und unserer Vorsitzenden Anne Leibold entschied, das mit 500 Euro pro Monat dotierte und ein Jahr lang gewährte Stipendium an die aus Göppingen stammende und am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln bei Prof. Dr. Ursula Frohne promovierende Katharina Neuburger zu verleihen.


Unsere strahlende Stipendiatin (Mitte), eingerahmt von Dr. Dirk Blübaum, Brigitte Feldtmann, Anne Leibold und Dr. Katharina Uhl.

Katharina Neuburger erhält das Stipendium für ihr Forschungsprojekt mit dem Titel „Marcel Duchamp oder Exponere. 1913-1918“, das sie im Rahmen ihrer Promotion „Die Moderne Erfahrung. Studie zu Ausstellungen Amerikanischer Malerei 1876–1931“ durchführen wird. Exponere („herausstellen, darlegen“) bezieht sich dabei einerseits auf die herausragende Stellung des Künstlers innerhalb der amerikanischen Kunstbewegungen - bereits bei der allgemein als Armory Show (1913) bekannten Übersichtsausstellung europäischer und amerikanischer Kunst sorgte Marcel Duchamp mit seinem eingereichten Werk Nu descendant un escalier n° 2 für großes Aufsehen. Andererseits verweist der Begriff auf Duchamps Rolle als „Künstler-Kurator“, der auf humorvolle und weitsichtige Art, die damals gängige amerikanische Ausstellungspraxis in Frage stellte.

Dies alles erläuterte Katharina Neuburger heiter, charmant und sehr gut verständlich dem äußerst interessierten Publikum und wir Freunde sind sicher, von ihr innerhalb ihres Stipendienjahres noch weitere, vertiefende Einblicke in ihr Forschungsthema zu erhalten

Marie Hager
Marktleben in Wismar,
l auf Leinwand
66 x 75 cm
Foto: E. Walford