Archiv

Duchamp-Forschungsstipendium zum dritten Mal vergeben

Am 27. Februar 2014 verliehen die Freunde des Staatlichen Museums Schwerin zum dritten Mal das Duchamp-Forschungsstipendium. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die US-amerikanischen Kunsthistorikerin Sarah Archino vorgestellt und mit dem Stipendium ausgezeichnet.


Verleihung des dritten Duchamp-Stipendiums

Erstmals wurde das Duchamp-Forschungsstipendium nun international ausgeschrieben. Unter den Bewerbungen, die bis Ende November 2013 eingereicht wurden, waren spannende und sehr anspruchsvolle Forschungsprojekte von KunsthistorikerInnen aus der ganzen Welt.

Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Lars Blunck (Akademie der Bildenden Künste Nürnberg), Dr. Gerhard Graulich (stellvertretender Direktor Staatliches Museum Schwerin), Dr. Kornelia Röder (Leitung Duchamp- Forschungszentrum), Brigitte Feldtmann (Unternehmerin, Hamburg) und Anne Leibold (Vorsitzende der Freunde des Staatlichen Museums Schwerin e.V.), erkannte das mit 500 Euro pro Monat dotierte und ein Jahr lang gewährte Stipendium einstimmig der US-Amerikanerin Dr. Sarah Archino zu. Das Stipendium, das auch in den nächsten Jahren vergeben werden soll, stifteten Brigitte Feldtmann und die Freunde des Staatlichen Museums Schwerin e.V.

Sarah Archino ist 2012 mit einer Dissertation zu „New York Dada“ an der City University of New York (CUNY) promoviert worden. Sie studiert und lehrt zurzeit als Gast der Terra Foundation of American Art am Institut National d´Histoire de l´Art in Paris, Frankreich. Sarah Archino wird in ihrem Schweriner Forschungsprojekt ‚Don´t believe what you read: Marcel Duchamp and the American Press‘ Duchamps publizistische Tätigkeiten und seine Beziehungen zur Presse untersuchen. „Wie kaum ein Künstler zuvor hat Marcel Duchamp einerseits journalistische Veröffentlichungen subversiv-spielerisch als Instrument der Publicity genutzt, andererseits aber hat er Publikationen zum Gegenstand seiner künstlerischen Praxis und damit zum Teil seines Werkes gemacht“, so der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Lars Blunck.

Wir freuen uns bereits heute darauf, mehr von Sarah Archino und Ihrer Forschungsarbeit zu hören.

Marie Hager
Marktleben in Wismar,
l auf Leinwand
66 x 75 cm
Foto: E. Walford