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Bericht Luftsprung: Matinee

Bewegt waren sie, die letzen Tage im Februar.

Jill O'Connor Duchamp-Forschungszentrum Gruppenbild PK
Pressekonferenz mit Jill O'Connor, Foto © Staatliches Museum Schwerin

Anlässlich der Pressekonferenz am 24. Februar standen einmal mehr die Bedeutung des Duchamp-Forschungszentrums und das Duchamp-Forschungsstipendium der Freunde für die internationale Bedeutung des Staatlichen Museums Schwerin im Mittelpunkt.
Das war Anlass genug, in dem ersten Entwurf für die Stipendiums-Ausschreibung von Frau Dr. Röder zu blättern und einige Passagen daraus auf den Prüfstand zu stellen:

  • Das Duchamp-Forschungszentrum wurde 2009 mit dem klaren Ziel gegründet, den Schweriner Werkkomplex international zu vernetzen sowie neue interdisziplinäre Forschungsprojekte zu entwickeln und zu realisieren.
    Fazit: GESCHAFFT!
  • Im Mittelpunkt des Duchamp-Forschungszentrums steht die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein wesentlicher Schritt ist die Einrichtung eines Forschungsstipendiums. Damit wird die Forschung zum Thema Duchamp mit Bezug auf die Schweriner Sammlung attraktiv und sich international etablieren.
    Fazit: GESCHAFFT!
  • Jede Generation stellt andere Fragen an die Kunst. Die Stipendiaten werden den Zugang zum Werk von Marcel Duchamp mit ihren Fragen lebendig weiterentwickeln und damit den Wissenschaftsdiskurs am Schweriner Museum in enger Zusammenarbeit mit den Kunsthistorikern wesentlich bereichern.
    Fazit: GESCHAFFT!

Jill O'Connor Kornelia von Berswordt Wallrabe Duchamp-Forschungszentrum Matinee
Jill O'Connor und Prof. Dr. Kornelia von Berswordt Wallrabe im Zwiegespräch Foto © Staatliches Museum Schwerin

Und zum letzten Punkt, wirklich zu begreifen, was sich hinter dem Titel der Forschungsarbeit von Jill O’Connor, unserer 5. Duchamp-Forschungsstipendiatin, verbirgt, machten mehr als dreißig Besucher wirklich Luftsprünge. Die Matinee am Sonntag, den 26. Februar im wunderbaren Ambiente der Weißen Villa, umgeben von Kunstschätzen und „anfassbarer“ Forschung, war so beeindruckend, dass schon über eine Fortsetzung nachgedacht wird. Dem lebhaften Zwiegespräch von Frau Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe mit Jill zu deren Thema „Closing the Infra‐thin Gap Between Marcel Duchamps’s The Bride Stripped Bare by Her Bachelors, Even and Étant donnés“ folgten alle völlig gefesselt. Umgeben von den Forschungsgegenständen, geleitet von kenntnisreichem Wissen, konnten wir Besucher dem anspruchsvollen Thema folgen und unser Wissen erweitern – eine wunderbare Chance für die Freunde und ihre Gäste.

Marie Hager
Marktleben in Wismar,
l auf Leinwand
66 x 75 cm
Foto: E. Walford